Die Kita in der Grippezeit

Veröffentlicht: 1. April 2009 von Sonja Greye in Allgemein, Familie
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Jede berufstätige Mutter kennt das Problem: wo und von wem lasse ich mein Kind betreuen, wenn ich arbeite? Da es noch in den seltensten Fällen die Oma gibt, die hier einspringt, sind doch die meisten heil froh, wenn sie einen Platz in einer Kita ergattern konnten. Aber welchen Nutzen hat die Kita in der Grippezeit?
Kleinkinder machen im Jahr bis zu 12 Infekte durch, um ihr Immunsystem aufzubauen. Also ist es normal, dass die Kinder häufig krank sind. Allerdings sind hiermit banale Infekte gemeint. Eine schwere Magen-Darm-Grippe oder auch eine starke Bronchitis gehört hier nicht mehr dazu. Die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung ist natürlich in einer Kinderkrippe, wo viele zusammen kommen viel höher als daheim.
Infekthäufigkeit bei Kindern

Mein Sohn besucht auch eine Kinderkrippe und seit Dezember bis jetzt sind die Kinder permanent krank. Es ist zwar die normale Krippezeit aber wird doch wirklich langsam extrem. Ist der eine Infekt gerade ausgestanden kommt auch schon der nächste. Oft reicht auch nur schon ein Tag in der Kinderkrippe und schon habe ich wieder ein krankes Kind. Diese Situation ist natürlich auf Dauer sehr belastend. Dazu kommt, dass mir aufgefallen ist, wie ignorant und egoistisch viele Eltern mit diesem Thema umgehen.

Ich kann es nur zu gut verstehen, wenn man von beruflicher Seite echte Schwierigkeiten hat, allzu oft daheim bleiben zu müssen wegen dem Kind. Aber mir hat auch schon eine Mutter morgens beim Bringen erzählt, ihr Kind habe in der Nacht noch Fieber gehabt und erbrochen aber sie habe eine Tablette verabreicht und jetzt ginge ist. Ich bin fast vom Glauben abgefallen. Zum einen hat mir das Kind leid getan. Wenn man sich krank fühlt, geht es einem schlecht. Der Aufenthalt in der Krippe wird doch dann nur zur Strapaze. Weiterhin interessierte es diese Mutter scheinbar überhaupt nicht, dass sich andere Kinder anstecken könnten. Gerade wenn erst wieder ein Infekt ausgestanden war, ist man sehr anfällig. Dies ist nur ein Beispiel, was mich sehr wütend macht.
In den letzten vier Monaten konnte ich die Betreuungseinrichtung nur teilweise nutzen, weil mein Kind im schnitt jede Woche ein bis zwei Tage daheim bleiben musste. Für mich ist das kein normaler Aufbau des Immunsystems mehr, vielmehr eine Tortur für den Körper. Denn wie soll denn ein Immunsystem aufgebaut werden, wenn man gar keine Chance mehr hat gesund zu werden.
Ich würde mir wünschen, dass Eltern über diese Fakten mal etwas nachdenken würden. Es ist für jeden beruftstätigen Elternteil eine schwere Situation, nur sollte man hier auch über den Tellerrand schauen können.
Kindergarten Sperre für kranke Kinder

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