Big Data

Veröffentlicht: 17. Juni 2012 von Sonja Greye in Allgemein, Internet, Social Media, Wirtschaft

In den letzten Jahren hat die Kommunikation via Internet rasant zugenommen. Nicht nur Firmen, auch Privatleute kommunizieren hauptsächlich über E-Mail,Chat und soziale Netzwerke. Der Brief und das bedruckte Papier an sich scheinen ausgedient zu haben. Man informiert sich vorrangig per Suchmaschine. Das ist einfacher und geht schneller als mittels Bücher zu recherchieren. Allerdings hat diese Entwicklung und millionenfache Interaktion zwischen Rechnern und Menschen auch dazu geführt, dass unwahrscheinlich große Datenmengen anfallen, die gespeichert werden müssen. Diese Daten nennt man Big Data und stellen hohe Anforderung an die Verarbeitung, Speicherung und Organisation.


Unter Big Data versteht man also das Anfallen großer Datensätze, die so extrem wachsen, dass sie nicht mir mit den verfügbaren Datenbanken in einem Unternehmen zu managen sind. Hierbei handelt es sich um Datengrößen die jenseits von Terrabytes liegen. Dem User stehen heutzutage mehr Daten zur Verfügung, als er verarbeiten kann. Hier gilt es die richtigen Daten, zur richtigen Zeit in aggregierter Form zu generieren. Big Data ist deshalb zur Kernkompetenz im Informationszeitalter geworden, da hier große Wettbewerbsvorteile für Unternehmen erzielt werden können, wenn diese auch den Nutzen hieraus ziehen können. Heute ist die Infrastruktur vorhanden, mit der neue Anwendungen schnell entstehen können.

Daten Sammeln

Für Unternehmen sind Daten extrem wertvoll, denn durch diese sind sie in der Lage im Bereich Marketing und Kommunikation kundenspezifische Angebote zu unterbreiten oder auch ihre zukünftigen Strategien an diesen auszurichten. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen ihre Abverkäufe weiter erhöhen und/oder sich schneller an wechselnde Situationen anpassen können. Auf Trends, Konflikte und Krisen kann schneller reagiert werden, wenn diese durch gesammelte Daten vorhersehbar sind. mit Hilfe von Kundendaten sind auch Fluktuationen sichtbar und dementsprechend können Maßnahmen schneller und gezielter ergriffen werden. Zu diesem Zweck setzen Unternehmen zunehmend auf innovative Wege, um an die heißbegehrten Kundendaten zu gelangen. MicroStrategy bietet unter anderen das Tool Wisdom zur Analyse und Segmentierung anhand von Facebook-Daten an. Unternehmen müssen heute bei der stetig wachsenden Konkurrenz, näher am Kunden arbeiten und dies geht nur mit Hilfe von Daten die den Unternehmen mehr über die Person aussagt.

Risiken und Chancen

Ein wichtiger Aspekt in Bezug auf Sicherheit, ist der Datenschutz, da Missbrauch von Daten möglich ist. Diese Gefahr geht von unsicheren APIs beziehungsweise Interfaces aus. Verschaffen sich Fremde Zugriff, können sie genauso wie das Unternehmen selbst, die Ressourcen und Daten der Firma verwenden. Diese Art von Übergriffe haben sich in letzter Zeit, durch die starke Vernetzung auch gehäuft. Deshalb müssen die APIs entsprechend geschützt sein, was bei Dienstleistern mit einer professionellen Technologie auch der Fall ist. Dazu gehören Authentifizierung, Zugangskontrolle oder Verschlüsselung. Der Datenschutz spielt besonders eine wichtige Rolle, wenn Kunden ihre Daten freiwillig hinterlegen sollen. Ein negativer Beitrag über den Datenschutz eines Unternehmens in der Presse kann das Unternehmen schlecht dastehen lassen. Die Daten des Unternehmens befinden sich außerhalb der eigenen Grenzen. So besteht eine größere Gefahr, dass Daten manipuliert oder gestohlen werden. Es gibt immer ein Restrisiko, nicht alles bedacht zu haben. Daher ist es wichtig, dieses Risiko gering zu halten. Aus diesem Grund sollten alle Dinge wie Software, Sicherheitsvorgaben, Gefahrenprofile oder Sicherheitsdesign auf dem aktuellen Stand sein. Dieser Aufwand ist heutzutage überlebenswichtig für Unternehmen, da Informationen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz bieten und zudem bei der strategischen Planung helfen.

Fazit
Daten sind heutzutage leicht zu beschaffen, jedoch sind Lagerung und Auswertung kostenintensiv. Durch das Ablegen von großen Datenmengen in der Cloud, kann ein Unternehmen allerdings Kosten für Hardware einsparen und den Konkurrenzvorteil dennoch nutzen. Big Data ist in der Zukunft, alleine auf Grund des online Verhaltens jedes einzelnen, unumgänglich. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Wir leben in einer „Big Data World“, in der nicht nur Unternehmen sondern auch private Personen große Daten verursachen, sammeln und verwalten möchten. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, da es sich um eine Evolution handelt. Die Frage, die sich nur jetzt schon gestellt wird ist : wem gehören Big Data? Die Daten gehören uns alle, es ist nur die Frage, wer die Mittel zur Analyse besitzt.

Dieser Artikel ist auf Grund einer Ausschreibung der Agentur Talkabout und des diesjährigen Social Media Marketing eCommerce Summit in Amsterdam entstanden. Weiterhin habe ich eine gewisse Leidenschaft für dieses Thema, das ich unglaublich spannend und zukunftsweisend finde.

Kommentare
  1. rasenderrolli sagt:

    gut das ich auf werbung grundsätzlich nie reagiere. da können die sammeln was sie wollen. aber richtig wir werden immer mehr zum gläsernen menschen

  2. Selbstverständlich lohnt sich die Implementierung von Softwarelösungen zur vorausschauenden Analyse von Big Data nicht für Privatpersonen. Es geht allerdings keinesfalls nur darum, das Marketing zu intensivieren und den Kunden „auszuziehen“, lieber rasenderrolli! Das arbeitest Du ja schön raus, Sonja.
    Wir hatten gestern einen Kongress zum Thema „Warenverfügbarkeit im Handel“. Dazu gibt es auf unserem Blog auch ein Interview mit Prof. Stölzle, Uni St. Gallen (hier der Link, wenn ich darf: http://blog.blue-yonder.com/2012/06/12/warenverfugbarkeit-%E2%80%9Ehandel-hersteller-und-logistiker-mussen-an-einem-strang-ziehen/).
    Sehr sinnvoll sind Big-Data-Prognosen im Zusammenhang mit dem Thema „Food Waste“: Präzise Vorhersagen des Absatzes tragen dazu bei, besser zu disponieren und Lebensmittelverschwendung bereits im Handel zu vermeiden – bei pro Kopf minimum 80 Kilo unnötigem Abfall pro Jahr sicher ein sinnvoller Ansatz.

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